Wohngebäudeversicherung – Unwetter kosten ihren Preis

Insgesamt steigen die Prämien der Versicherer mal wieder

Die massiven Unwetter der jüngeren Vergangenheit haben ihre Auswirkungen. Die Wohngebäudeversicherer sind nicht mehr in der Lage, die steigende Schadensquote bei gleichen Beiträgen für die Versicherungsnehmer weiter finanzieren zu können. Neben der Bereinigung des Kundenbestandes, sprich der Kündigung von bestehenden Verträgen mit hoher Schadensquote, greifen massive Preissteigerungen für den Versicherungsschutz.

Preisanstieg bleibt aber moderat

Im Gegensatz zu einigen privaten Krankenversicherungen bleibt der Preisanstieg in der Wohngebäudeversicherung aber weiterhin moderat. Im Mittel erhöhten die Versicherer die Prämien um lediglich 21 Prozent. Was auf den ersten Blick vielleicht viel aussieht, relativiert sich aber bei einem Blick auf die Milliardenschäden, die alleine in 2016 entstanden sind. Die „Marktstudie Wohngebäudeversicherung“ des Softwarehauses Innosystems aus Inning am Ammersee zeigt allerdings auf, dass Versicherungsnehmer vor Neuabschluss einer Wohngebäudeversicherung oder dem Wechsel zu einem anderen Versicherer sehr gut vergleichen müssen. Während Unternehmen wie die Allianz oder die HUK-Coburg Gruppe mit fast stabilen Prämien punkten können, musste die Generali ihren Beitrag verdoppeln. Die Domcura, bekannt für ihre sehr leistungsstarken Deckungskonzepte, kam an einer Preissteigerung von bis zu 59 Prozent nicht vorbei.

Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend

Die Verdoppelung der Prämie bei der Generali bedeutet jedoch nicht, dass sich auch die Leistungen in der Qualität verdoppelt haben. Auf der anderen Seite locken einige Billigversicherer mit extrem günstigen Angeboten. Diese sind laut der Studie aber eher mit Vorsicht zu genießen, da das Leistungsspektrum hinter dem der Versicherer herhinkt, die mit durchschnittlichen Prämien am Markt agieren.

Die Leistungsprüfung im Rahmen der Studie belegte, dass die 18 besten Gesellschaften ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis aufwiesen. Für den Kunden individuell einschließbare Zusatzrisiken fanden sich nicht in den Basistarifen, dafür war die Prämie auch nicht um unnötige Leistungsbausteine aufgebläht. Sieger im Rating wurde der Tarif XXL der Interrisk, auf Platz zwei und drei folgten Assekuranzmakler mit Deckungskonzepten. Beachtlich ist die Aussage, dass rund 35 Prozent der am Markt angebotenen Tarife schlicht unverkäuflich sind. Ursache ist, wie nicht anders zu vermuten, ein völlig marktaverses Verhältnis zwischen Leistung und Prämie.

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Daniel Steinberger

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