Wohngebäudeversicherung – Beiträge in 2018 sollen stabil bleiben

Im Gegensatz zum Jahr 2017 müssen Immobilienbesitzer im Jahr 2018 wohl nicht mit einer erneuten Beitragserhöhung rechnen. Zumindest signalisierte dies die Bayerische Versicherungskammer (BVK), mit 80 Prozent Marktanteil größter Gebäudeversicherer in Bayern.

Allerdings hielt sich das Unternehmen, stellvertretend für die Branche, ein Hintertürchen offen. Voraussetzung für die Beitragsstabilität sei, dass es im Jahr 2017 nicht noch zu ähnlich verheerenden Unwettern kommt, wie in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2016 hatten die Assekuranzen erstmalig nach vielen Jahren wieder einen leichten Gewinn in der Wohngebäudeversicherung verzeichnet. Ursachen für die hohen Regulierungsaufwendungen waren aber nicht nur Unwetter, sondern auch Investitionsstaus bei den Hauseigentümern.

Die VKB plädiert massiv dafür, dass sich Hausbesitzer gegen Sturm- und Hagelschäden absichern sollten. Das Thema Elementarschäden bekommt ab 2019 für viele Immobilienbesitzer besondere Brisanz. Die bayerische Staatsregierung wird ab dem 1. Juli 2019 keine Soforthilfe mehr bei Elementarschäden gewähren, wenn die Möglichkeit bestanden hätte, eine solche Versicherung abzuschließen. Damit setzen die Bayern zwar nicht den Gedanken um, die Elementarschadenversicherung zu einer Pflichtversicherung zu machen, Hausbesitzer sind jedoch unter Zugzwang.

Die im vollständigen Besitz der Sparkassen befindliche VKB betont, dass sie in der Lage ist, für 99,8 Prozent der Immobilien in ihrem Wirkungsbereich, Bayern, Pfalz, Saarland, Berlin und Brandenburg, einen entsprechenden Versicherungsschutz zu bieten. Konzernchef Walthes betont, dass sich für die verbliebenen 0,2 Prozent fast immer eine Lösung fände.

Im Jahr 2013 waren lediglich in Baden-Württemberg fast alle Objekte gegen Elementarschäden versichert :

Bemerkenswert ist, dass in Sachsen, auf dem zweiten Platz, bereits nur noch weniger als die Hälfte der Gebäude gegen dieses Risiko abgesichert waren.
Der Grund, dass es einen Anteil von 0,2 Prozent verbleibender Immobilien gibt, liegt in der Tatsache, dass die meisten Versicherer bei Gebäuden in der Nähe von Gewässern keinen Versicherungsschutz gewähren.
Losgelöst von der Beitragsstabilität für das kommende Jahr sollten Hauseigentümer aber generell einmal einen Blick in ihre Police werfen. Es macht durchaus Sinn, den Versicherungsschein hin und wieder darauf zu überprüfen, ob die Deckung noch zeitgemäß und ausreichend ist. Renovierungen oder Sanierungen führen im Laufe der Jahre zu einer Wertsteigerung der Immobilie, die häufig nicht berücksichtigt wird. Nachträglich errichtete Gartenhäuser oder eine später erstellte Pergola beispielsweise bedeuten ebenfalls eine bei Antragstellung noch nicht vorhandene Werterhöhung, fallen damit aus dem Versicherungsschutz heraus.

Dessen ungeachtet bleibt die Elementarschadenversicherung immer noch für mehr Hausbesitzer von Relevanz als es viele glauben. Hochwasser kann zum Beispiel auch in den Innenstädten in Folge von Starkregenfällen auftreten.

 

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Daniel Steinberger

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