Von Starkregen, Überschwemmungen und Rückstauklappen

Gab es eine lange Phase von Trockenheit und es kommt dann zu schweren Regenfällen, sind einige Hausbesitzer immer wieder Opfer von Wasser im Keller. Der Grund ist relativ einfach. Die Erde ist so ausgetrocknet, dass sie kein Wasser aufnehmen kann, der Boden ist zunächst wie Zement. Dies führt dazu, dass Kanalisationen zu große Wassermassen transportieren müssen, das Wasser nach anderen Ausweichmöglichkeiten sucht. Gerade in Altbauten sind Waschküchen in diesem Fall durch den offenen Abfluss häufig der Raum, durch den Wasser in den Keller dringt. Das einfachste Hilfsmittel, um hier ein Eindringen von Wasser zu verhindern, sind Rückstauklappen, welche durch den Wasserdruck von außen an den Ablauf angepresst werden und diesen verschließen. Wer Befürchtungen hat, dass dennoch auch verunreinigtes Wasser aus der Kanalisation eindringen kann, ist mit einer durch Motor verschließbaren Klappe auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Ein weiteres Risiko bei Starkregen stellen die Kellerfenster dar. Drückt das Wasser mit Macht von außen, reicht ein Spalt, dass es zu einem Wassereintritt im Keller kommt. Abhilfe schaffen in diesem Fall Kellerfenster, welche sich nach außen öffnen. Drückt Regenwasser von außen gegen das Fenster, verschließt es noch mehr, ein Wassereinbruch ist faktisch ausgeschlossen.

Was bringt mir eine Elementarschadenversicherung?

Starkregen kann durchaus zu einem Schadensfall für die Elementarschadenversicherung werden. Das Wasser drückt von außen durch die Kanalisation, oder das Grundstück ist regelrecht überflutet und Wasser dringt durch die Tür ein. Über die Ufer getretene Gewässer können ebenfalls ein Auslöser für einen Elementarschaden darstellen.
Bei den Versicherungsbedingungen gibt es bei den Assekuranzen allerdings teilweise stark abweichende Leistungskriterien. Nicht immer sind alle hier genannten drei Gefahren versichert. Abstriche, respektive massive Zusatzbeiträge, kann es auch geben, wenn der Versicherungsnehmer nicht über Rückstauventile oder Rückstauklappen in seinen Kellerräumen verfügt. Wie gering die Bundesbürger die Gefahr von Elementarschäden einschätzen, trotz einer Häufung von Stürmen und Überschwemmungen, machen folgende Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft deutlich:

  • 90 Prozent der Bundesbürger schätzen die Gefahr durch Naturkatastrophen als gering ein.
  • Ca. 95 Prozent der Gebäude hierzulande sind mit einer Wohngebäudeversicherung für Schäden durch Feuer, Leitungswasser und Sturm abgesichert.
  • Nur 38 Prozent der versicherten Gebäude sind gegen Elementarschäden versichert.

Die Pfefferminzia hat eine sehr gute grafische Aufbereitung des Themas, was eigentlich im Sinne der Elementarschadenversicherung bei der Gebäudeversicherung als Überschwemmung gilt.

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