Starkregen – viele Häuser bald nicht mehr versicherbar

Starkregen - beträchtlicher Schadenfaktor

Starkregen – Ereignisse nehmen zu

Bisher wurden Risikoklassen in der Elementarschadenversicherung im Rahmen der Wohngebäudeversicherung über die sogenannten ZÜRS-Klassen eingeteilt, von denen die ZÜRS Klasse 4 das höchste Risiko bedeutet.
Häuser, die sich in der Nähe von Flüssen oder Bächen befinden sind dadurch gegen Hochwasserereignisse durch Überschwemmung von Gewässern meist nicht mehr versicherbar.
Wie auch bei Hochwasser können auch starke Regenfälle zu sinnflutartigen Überschwemmungen führen, welche im Gegensatz jedoch sehr unvorhersehbar auftreten.
Der Klimawandel hat dazu geführt, dass Starkregenereignisse deutlich zugenommen haben und in den kommenden 20 Jahren sogar noch um weitere 50% ansteigen sollen.
Teure Vorkehrungen zum Schutz des Gebäudes, wie z.B. spezielle Schutzwände, die man kurzfristig hochfahren kann, sind gegen Überschwemmungen durch Starkregen im Gegensatz zu Überschwemmungen durch Hochwasser nutzlos, da sie sehr kurzfristig und unvorhergesehen auftreten.

Eigentümer werden “im Regen stehen gelassen”

Rückversicherer wie die Münchener Rück erarbeiten daher bereits bundesweite Einteilungen in Risikoklassen, in denen besonders häufig Starkregenereignisse aufgetreten sind. So kann es vorkommen, das Hauseigentümer, die sich in Wohngebieten befinden, die z.B. der risikoarmen ZÜRS Klasse 1 befinden trotzdem zukünftig keinen Versicherungsschutz für Elementarereignisse erhalten, da sie in einem Gebiet leben, in dem gehäuft Starkregen auftritt.
Bereits jetzt ist er gehäuft vorgekommen, dass Versicherer Verträge nach einem Schadenereignis durch starke Regenfälle gekündigt haben und Versicherungsschutz entweder nur zu einer stark verteuerten Prämie oder ohne Elementarschadendeckung anbieten.
Kunden, denen aufgrund eines solchen Schadenfalls gekündigt wurde haben es extrem schwer eine neue Wohngebäudeversicherung finden. Man kann fast sagen, dass es in den meisten Fällen sogar unmöglich ist in den nächsten 10 Jahren nach einem solchen Schadenfall Elementarschäden nochmals mitzuversichern.

Versicherer möchten sich frühzeitig absichern

Versicherungsunternehmen denken bereits heute an später und sind daher daran interessiert risikoreiche Gebäude und Regionen nicht im Bestand zu haben. Da Schadenereignisse aufgrund von Naturereignissen zukünftig noch deutlich zunehmen werden, sorgen Versicherer heute schon vor und versuchen „ihren Bestand sauber“ zu halten.
Man kann diesen Umstand auch als Marktversagen bezeichnen, da die Kosten nicht versicherter Gebäude und Ereignisse zum Teil auch am Steuerzahler hängen bleiben werden, während Versicherer sich die „Rosinen herauspicken können“.
Nichts destotrotz gibt der GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) an, dass heutzutage gut 99% aller Gebäude in versicherbar sind. Verbraucherschützer bemängeln, dass die Praxis ganz anders aussieht. Prämien, die bis zu zehnmal so hoch sind wie der Durchschnitt und dadurch für viele Kunden unbezahlbar kommen einer Nichtversicherbarkeit schon sehr nahe.

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