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Versicherer im Vergeich

Gebäudeversicherung: Swimmingpool richtig mitversichern

Ein privater Swimmingpool steigert den Wert eines Grundstücks und erweitert die Wohnqualität. Viele Eigentümer gehen jedoch davon aus, dass ein Pool automatisch in der Wohngebäudeversicherung enthalten ist. In der Praxis unterscheiden sich die Bedingungen je nach Tarif und Versicherer deutlich. Das betrifft sowohl feste Außenschwimmbecken, Aufstellpools als auch technische Anlagen.

Was ist in der Gebäudeversicherung grundsätzlich für Pools mitversichert?

Moderne Tarife zählen fest installierte Außenschwimmbecken zu den „sonstigen Grundstücksbestandteilen“. Damit besteht Versicherungsschutz gegen die üblichen Gefahren wie Feuer, Sturm/Hagel und bestimmte Leitungswasser-Schäden, sofern die Pooltechnik fest verbaut ist.
Das vom Nutzer bereitgestellte Dokument bestätigt, dass manche Tarife auch Außenschwimmbecken, Aufstellpools und sogar Planschbecken mit einbeziehen, wenn diese nach den Bedingungen als fester Bestandteil gelten

Gebäudeversicherung - Mitversicherung von Schwimmbad und Swimmingpools
Moderne Tarife berücksichtigen vorhandene Pools

Welche Poolarten werden häufig automatisch eingeschlossen?

Feste Außenschwimmbecken

  • In vielen Tarifen automatisch versichert – ist jedoch im Antrag anzugeben und kann zu einem Zuschlag führen
  • Gilt für gemauerte oder dauerhaft installierte Becken
  • Schutz für bauliche Bestandteile und geprüfte Technik

Aufstellpools

  • Einstufung variiert stark nach Versicherer
  • Manche zählen sie als Gebäudebestandteil, andere als Hausrat
  • In Premium-Tarifen teilweise als „sonstige Grundstücksbestandteile“ eingeschlossen
  • Besonders relevant bei Sturm- und Hagelschäden

Planschbecken

  • Meist nicht automatisch versichert – da Einstufung als Hausrat = Hausratversicherung
  • Einige moderne Tarife oder Allgefahren-Bausteine gewähren dennoch Schutz – z.B. Konzept-Marketing Allgefahren inkl. Hausratschutz

Technische Anlagen (Pumpen, Filter, Rohrleitungen)

  • Versichert, wenn fest verbunden und funktionaler Bestandteil
  • Mobile Technik wird häufig der Hausratversicherung zugeordnet

Allgefahren-Deckung (Allrisk): Wann lohnt sie sich?

Poolschäden entstehen häufig durch Frost, Materialermüdung, Baufehler, Erdbewegungen oder Bedienfehler – Schäden, die Standardtarife meist nicht decken.
Tarife mit Allrisk-Bausteinen bieten einen deutlich erweiterten Schutzumfang und sind für hochwertige Pools sinnvoll.

Wie stufen die einzelnen Versicherer Swimmingpools ein?

Da die Versicherungslandschaft sehr heterogen ist, folgt eine praxisorientierte Übersicht auf Basis aktueller Marktbedingungen und typischer Tarifgenerationen.

Allianz Gebäudeversicherung

  • Feste, baulich verbundene Pools meist automatisch eingeschlossen
    Aufstellpools nur mitversichert, wenn als Grundstücksbestandteil benannt
  • Technik nur bei fester Installation als Gebäudebestandteil
  • Führt zu einem Beitragszuschlag von rund 30-50%

AXA Gebäudeversicherung

  • Moderne Tarife (z. B. BOXflex) bieten erweiterten Einschluss für Grundstücksbestandteile
  • Aufstellbecken variieren je nach Tarifstufe, häufig aber eingeschränkt
  • Pooltechnik ist mitversichert, wenn fester Bestandteil der Anlage
  • oft ohne große Zuschläge versicherbar

HDI Gebäudeversicherung

  • Baulich feste Pools gelten als Gebäudebestandteil
  • Aufstellpools meist nicht im Grundtarif, teils aber in Premiumvarianten
  • Gute Elementardeckung bei Starkregenereignissen

R+V/Condor Wohngebäudeversicherung

  • Außenschwimmbecken oft ausdrücklich versichert
  • Aufstellpools je nach Tarif eingeschlossen oder ausgeschlossen
  • Mitversicherung technischer Komponenten bei fester Installation

HUK-Coburg Gebäudeversicherung

  • Sehr strikte Tarife: Feste Pools sind versichert, mobile Pools meistens nicht
  • Elementargefahren nur mit Zusatzbaustein

Württembergische Wohngebäudeversicherung

  • Neuere Tarife mit breitem Schutz für sonstige Grundstücksbestandteile
  • Aufstellpools teilweise eingeschlossen
  • Technik mitversichert bei fester Verbindung mit dem Gebäude/Pumpenraum

VHV Wohngebäudeversicherung

  • Die neueren VHV Premiumtarife weisen Pools als versichert aus
  • Aufstellpools häufig eingeschränkt oder explizit ausgeschlossen
  • Allrisk-Baustein kann Deckung erweitern

Grundeigentümer Versicherung

  • Wenn im Antrag angegeben sind Schwimmbad (als Nebengebäude überdacht) bis 40qm und auch Aussenpools ohne Begrenzung ohne Zuschlag mitversichert
  • Vor allem im Tarif Protect+ Premium besteht zudem Deckung für unbenannte Gefahren

Gothaer Gebäudeversicherung

  • Feste Schwimmbecken regelmäßig Bestandteil der Deckung
  • Mobile Becken nur über Zusatzbausteine oder über Hausrat
  • Technik bei baulicher Verankerung mitversichert

Domcura Gebäudeversicherung

  • Sehr breite Allgefahrenlösungen – vor allem im Top Schutz mit Marktgarantie
  • Viele Tarife decken auch nicht fest verbaute Pools oder Aufstellpools ab
  • Häufig inklusive technischer Defekte, Frostschäden und Bedienfehler
  • Baustein Haustechnik = Allgefahrendeckung

Waldenburger Gebäudeversicherung

  • Eher klassischer Deckungsumfang
  • Feste Pools versichert, mobile Becken eher nicht
  • Technische Defekte an technischen Anlagen in der Regel ausgeschlossen

In welchen Tarifen sind Swimmingpools besonders gut abgesichert?

Gute Absicherung bieten typischerweise:

  • Premium-Gebäudeversicherungen mit Allrisk- oder Allgefahren-Deckung – z.B. Domcura Top-Schutz mit Baustein Allgefahrenschutz für Haustechnik
  • Maklertarife mit erweiterten Grundstücksbausteinen
  • Tarife mit Elementarschadendeckung für Starkregen, Überschwemmung und Rückstau

Geringe oder gar keine Absicherung bieten:*

  • Ältere Gebäudetarife ohne Aktualisierung
  • Basis-Tarife der Direktanbieter
  • Tarife ohne Einschluss von sonstigen Grundstücksbestandteilen

Poolabdeckung: Gebäude- oder Hausratversicherung?

Poolabdeckungen werden je nach Bauart und Befestigung unterschiedlich eingeordnet. Fest verbaute Abdeckungen, die dauerhaft mit dem Becken oder dem Boden verbunden sind (z. B. Schiebehallen, Rollladenabdeckungen mit Motor oder feste Sicherheitsabdeckungen), gelten in den meisten Tarifen als Gebäudebestandteil bzw. als „sonstiger Grundstücksbestandteil“. Damit sind sie üblicherweise über die Gebäudeversicherung geschützt. Bei mobilen oder lose aufgelegten Abdeckungen (Plane, Folie, manuelle Winterabdeckung) erfolgt dagegen häufig eine Zuordnung zum Hausrat, da sie beweglich und nicht baulich fixiert sind. Schäden durch Sturm, Hagel oder umstürzende Gegenstände sind bei mobilen Abdeckungen häufig nur eingeschränkt versicherbar, da viele Gebäudeversicherer nur feste Konstruktionen als Bestandteil des Grundstücks anerkennen. Für hochwertige Rollladen- oder Sicherheitsabdeckungen empfiehlt sich ein Tarif mit erweitertem Schutz, da Reparaturen und Ersatz oft hohe Kosten verursachen. In diesem Fall wäre die Abdeckung dann in der Hausratversicherung einzuschließen.

Fazit – Mitversicherung von Swimmingpools in der Gebäudeversicherung

Ein Swimmingpool kann in der Gebäudeversicherung umfassend geschützt werden – aber nur, wenn der Tarif dies klar vorsieht. Feste Außenschwimmbecken sind in vielen Produkten enthalten, während Aufstellpools und mobile Becken je nach Versicherer unterschiedlich bewertet werden. Moderne Premium- und Allrisk-Tarife bieten den besten Schutzumfang, einschließlich technischer Anlagen und unbenannter Gefahren.